Willkommen

Hallo liebe Segelflieger vom SFC-RIED. Hier soll etwas hilfreiches für uns entstehen. Eine zwanglose Sammlung von Flugberichten. Jeder der Lust hat, ist eingeladen seine Erfahrungen (postive und auch negative) beim Segelfliegen anderen hier im blog weiterzugeben. Sei es ein 1000er aus LOLK oder ein Absaufer in Bad Ischl. Wir können alle von unseren Erfahrungen lernen und so besser und sicherer fliegen.





Sonntag, 18. April 2010

Wir wollen steigen

komfortable Höhe sieht anders aus


17.04.2010. Wetterprognose war von dwd, alptherm und wetter-jetzt gut. Besonders im Süden Bayerns sollte es gute Wolkenthermik bis 2000m geben. Start gegen 11Uhr und um den Flugplatz sah es aber bei uns gar nicht gut aus. Sicht von ca. 10km.
Beni und ich zusammen in der DG1000T und kein Plan wo es nu längs gehen soll. Nach uns kamen die LS4ren mit Tom und Chris dazu, Thomas in der ASH war schon vor uns gestartet und kurbelt bei uns irgendwo so tief wie wir rum. Maximal 1200m NN waren angesagt. Nach kurzer Besprechung am Funk und besserer Optik südlich des Kobernausser Walds wurde "Wir fliegen in die Berge" ausgemacht. Na gut, Beni ist eh ein Bergpilot und ab gehts nach einem Schlänker nach Norden und Check auf der Kirchdorfer Frequenz nach Süden Richtung Mattighofen. Heute fliegen wir ganz knapp an der TMA vorbei aber Airliner fliegen ja seit Tagen nichtmeh - Aschewolke sei Dank.

Tolle Optik oder :) ?

Wir sind dann vom südwestlichen Ende des Kobernausser Walds Richtung tiefe Basis am Zeller See abgeflogen. Wir sind wirklich wirklich tief geflogen und irgendwann ging es nicht mehr richtig vorwärts. Ein paar Bummerl haben nichts ausser zerissener Nullschieber gebracht und wir waren so tief, dass wir uns eine Wiese ausgesucht haben. Ich wollte es nochmal über dem See wissen, wo es immer wieder ein bisschen gelupft hat und habe tatsächlich 0,5 zentriert. puhh, dass war echt anstregend und jetzt aber weiter Richtung Mondsee Autobahnstation. Wir haben uns immer wieder beim fliegen abgewechselt und auch öfter mal gestritten, wie es nu weitergehen soll. Ich wollte über den Autobahnstation nochmal aufdrehen , Beni wollte weiter richtung Hänge am Mondsee. Hier hat uns Beni dann wieder nach oben geholfen und hat superklasse gekämpft. Weiter vorfliegen Richtung südlichem Mondseeberg und Plan im Kopf dann rüber zum Schafberg zu fliegen.

Hier hat uns das Glück total verlassen. Eine gefühlte Stunde sind wir hier definitiv hängen geblieben. Wieder hoch dann wieder runter. Höher als 1350NN sind wir nicht gekommen und wir haben uns nicht getraut in dieser Höhe westlich zum Schafberg rumzufliegen. Dann kam noch eine DG300 oder so angeflogen und hat über uns auf 1400 oder 1500 aufgedreht und wir haben definitiv genug gehabt. Wiese ausgesucht und Motor an. BRRRRRRRRRRRR! und das ganze Gekämpfe umsonst? Nein, nur für die Kilometerwertung der sis.at aber sicher nicht für das Training. Man kann also auch relativ tief richtung mondsee abfliegen und trotzdem noch was aufreissen. BRRRRRRRR Richtung Schafberg, wo Beni früh den Motor abgeschaltet hat und hier probieren wollte, wie tief man hier wieder hochkommt ;) . Wir waren zu tief oder zu ungeschickt den Bart zu finden. Über dem Gipfel war ein superklasse Bummerl und die anderen, die hier vor einiger Zeit vorbeigekommen sind, berichteten von super Steigwerten. BRRRRRRRRRR Motor an und mit Motor den Bart gefunden. Oh je, das war wirklich anstregend und auch leicht frustrierend.
Was machen wir jetzt? Fragten wir uns, als wir 2000mNN aufgedreht hatten.
Hast Du noch Lust? fragte Beni mich, was ich erstmal verneinte aber eigentlich hat uns Ehrgeiz und die endlich erreichte Absprungstelle in die Berge dann doch wieder gepackt ich schlug vor Richtung Niederöblarn zu fliegen. Also gut beschlossen wir, denn die Optik in die Berge war hammermäßig.


Und wie fliegen wir jetzt nach Niederöblarn? Mein PDA hatte Probleme mit dem Anschlussstecker und ich war etwas orientierungslos ;) Es gibt laut Erzählungen der Streckenchefs ein paar Routen, die man vom Schafberg einschlagen kann. Entweder südlich Pass-Gschütt, Gosau oder südöstlich Bad Ischl, Sarstein, Mitterndorf.
Tja eigentlich sah alles recht toll aus und bisschen verwirrt von der möglichen Route haben wir dann den Entschluss gefasst das Tal zu queren zum nächsten Berg (auf der Karte "Hainzen") Der Bart war ganz ok aber wir kamen nicht an die Basis und flogen weiter Richtung Gamsfeld. Immer wieder abwechselnd und teilweise auch etwas unterschiedlicher Meinungen ging es weiter. Doppelsitzer fliegen mit zwei Piloten, die etwa auf dem gleichen Leistungsniveau sind, muss wohl echt geübt werden :)
Der nächste Bart schoss uns dann endlich an die Basis bei 2700mNN und der Hauptkamm war in Sicht. Endlich bin ich hier, dachte ich mir. So lange habe ich mir vorgestellt Strecken hier zu fliegen ab er es nur im Seeyou von anderen nachfliegen können.

Optik nach Osten Richtung Niederöblarn

juhu, da freut man sich



Fototermin



Die Kollegen waren nach Westen Richtung Gerlos unterwegs und gerade auf dem Rückflug. Jetzt 16:00 Uhr noch nach Westen zu fliegen schien uns zu unsicher und die Hammeroptik im Osten lies unser Vorhaben zu nach Niederöblarn zu fliegen. Beni schwabbelte und von Bart zu Bart und ohne zu kreisen flogen wir direkt zum Grimming. Auf dem Weg dorthin war der Weg vollgespickt von Thermikbojen, Teebeuteln bzw. Paraglidern, dass wir uns auch oft nicht getraut haben einen Bart zu kurbeln, wenn schon Paraglider darin kurbeln. Man muss bedenken sie sehen nach oben ja nicht wirklich viel. Also ist äusserste Vorsicht geboten.
Leider sieht man es auf den Bildern nicht so gut aber das Ennstal war wirklich voll von Paraglidern.


Beni hat mir nochmal verdeutlicht wie wichtig vorrausschaud eine Linie aussuchen ist und flog uns absolut erstklassig ohne zu kurbeln forwärts.

Flugplatz Niederöblarn

Grimming

So jetzt waren wir hier. Ziel erreicht! Das ist ein super Gefühl! Jetzt entweder wieder zurück die Rennstrecke oder eine gut aussehende Linie nach Norden richtung Hohe Schrott. Unsere Höhe lies einen direkten Endanflug zu, was total entspannend ist. Also "nur noch" Höhe im Geradeaus mitnehmen und Beni flog uns wieder schwabbelnd;) über Höllengebrige ins Flachland. Die Optik war echt der Wahnsinn. Man hat nichts vom Alpenvorland gesehen. Eine feuchte Dunstglocke lag über dem gesamten Inntal/OÖ Bayern, Mühlviertel. Da kommt man sich wie ein Airliner vor, der durch die Wolkendecke durchtaucht.

Endanflug 500m+ nach Ried, Akro Beni wollte noch ein Looping machen, was ich aber nicht so gerne wollte (kotz). Ein schneller Überflug befriedigte ihn aber ähnlich ;) und nach 5 Stunden 50 Minuten landeten wir wieder in Ried Kirchheim.

Handshake! Hart gekämpft, viel gelernt, teils Stress aber viel Spass gehabt. Danke Beni für den Flug.








1 Kommentar:

  1. wenns leicht geht, kanns jeder ;-)
    ihr habts das super gelöst und a menge gesehen und gelernt.
    genau für solche angelegenheiten haben wir die 1000er mit T ;-)
    und man kann sich nicht nur fliegerisch weiterentwickeln, auch hinsichtlich kommunikation, soziales verhalten, selbstbeherrschung... aber das hast du auch angedeutet.
    ps: jetzt muss ich natürich noch eine lanze für die paragleiter brechen. die haben eine bessere rundumsicht wie wir im segelflieger. die abdeckung durch den schirm ist weniger als z.b. bei einem drachenflieger. unser problem ist, dass wir nach unten eingeschränkt sind und die nach oben. da muss man sehr aufpassen, wenn man mit hänge- oder paragleitern kurbelt und die von unten kommen, da sie im engen bart besser steigen als segelflieger.
    und ausweichen liegt dann als segler eher in unserer verantwortung, da wir viel schneller sind, die schirme quasi nur herumstehen.

    AntwortenLöschen