Freitag Nachmittag, 28. Mai 2010. Die Wettervorhersage war nicht allzu schlecht nach einigen (vielen) Regentagen. Ich vereinbarte mit einer Arbeitskollegin, dass ich sie an diesem Tag mitnehmen könnte, sofern sie Zeit und Lust hat, um ein langes Versprechen einzulösen.
Wie gewohnt wurden alle Vorbereitungen getroffen, der Passagierin in Ruhe bereits vieles am Boden erklärt, ebenso, dass es beim Segelfliegen immer wieder vorkommt, dass man eine Aussenlandung durchführen muss.
Um 13.00 erfolgte ein problemlos und ruhiger Start. Ich klinkte in ca. 800m Höhe über dem Badesee Wildenau aus und versuchte noch einige Meter höher zu kommen, was am Anfang aber sehr mühsam war. Etwas eingeflogen und dem erfahrenen Victor folgend konnte ich endlich über 1000m aufkurbeln. Ich entschloss mich, den Platz zu überfliegen und mich dann nördlich wieder auf die Suche nach Thermik zu machen. Es gelang nun auf 1200m aufzudrehen. Vom Fieber gepackt gings nun Richtung Obernberg und etwas später Kurs Richtung Andorf. Andorf wurde umrundet
und nun steuerte ich wieder Kirchheim an. Ich traf leider über Lamprechten meine erste Fehlentscheidung und kurbelte nicht mehr bis zur Basis in 1300m GND auf. Einige Minuten später bereute ich es schon und suchte bereits auf meiner Karte Kirchheim, um die Reststrecke zu berechnen. Wie ich nämlich im Nachhinein feststellte, hatte ich nämlich den Logger mit seiner Höhenangabe fehlinterpretiert. Meiner Passagierin teilte ich nun mit, dass es etwas eng werden könnte und sie u.U. eine Außenlandung miterleben müsse. Diese
war sehr gefasst und auch sehr cool - sie setzte einfach Vertrauen inmich.
Über St. Martin war nun die Höhe schon etwas dürftig und ich konzentrierte mich zu wenig, das kleinste Steigen mitzunehmen bzw. ordentlich auszukurbeln. Hier dürfte ich im Nachhinein gesehen die zweite Fehlentscheidung getroffen haben. Mehr Konzentration und Nervenstärke hätten vielleicht das nötige Steigen und die erforderliche Höhe fürs Heimkommen gebracht.
Nachdem die Höhe statt mehr zu werden eher weniger wurde, entschloss ich mich in ca. 400m für eine Außenlandung.
Das war aber sicherlich eine richtige Entscheidung!
Ich suchte mir in Senftenbach ein Maisfeld aus, das lange und breit genug war. Wie in der Schulung gelernt, teilte ich mir die Landung mit einem langen Gegen- und Queranflug ein.
Im Endanflug merkte ich, dass jedoch dieses Feld doch eine kleine
Macke hatte - es war anfangs abfallend, dann steigend. Aber ich rüttelte nicht mehr an meinem Entschluss und spielte den Landevorgang bereits 200m vor dem Aufsetzen im Kopf durch. Problemlos setze ich sanft im Feld auf wie auf dem Asphalt. Der doch noch nasse Boden verhalf uns, dass wir bereits nach ca. 50m zum Stehen kamen. Der Flurschaden war sehr gering, da ich es (gewollt!) schaffte, zwischen zwei Maisreihen zu landen. Meine Copilotin war so begeistert, dass sie mir gratulierte und die Landung sogar beklatschte.
Im Anschluss teilte sie mir mit, dass sie sich in keinem Augenblick des Landeanfluges fürchtete oder nur nasse Hände bekam. Auch ich konnte beruhigt aussteigen und war in keinem dieser Augenblicke nervös.
Ich würde aber lügen, wenn ich sage, dass ich mich im Innersten nicht doch etwas geärgert habe, nicht bis zum Platz zurückgekommen zu sein - das ist halt der Stolz eines Segelfliegers!
Wir wurden sofort besorgt von der Bäuerin (Grundbesitzerin) empfangen. Über Funk die Panne mitgeteilt mobilisierten sich am Flugplatz 3 Helfer, Glas Benny, Schachinger Johannes und ???.
Euch sei ein herzliches Dankeschön gesagt, dass wir unter euer Mithilfe den Twin wieder glücklich nach Hause bringen konnten! Das Anstrengendste war eigentlich das Flugzeug aus dem Feld zu schieben, das noch hangaufwärts und auf nassem Boden!
Durch tatkräftige Unterstützung des Grundbesitzers erfolgte das Abbauen und Einräumen.
Alles in allem war es ein sehr erlebnisreicher Tag, an dem auch meine Copilotin alle Facetten des Segelflugsports kennenlernen durfte und wir alle wieder wohlbehalten zu Hause ankamen!
Hier gehts zu meiner Streckenaufzeichnung in sis.at.
Wie gewohnt wurden alle Vorbereitungen getroffen, der Passagierin in Ruhe bereits vieles am Boden erklärt, ebenso, dass es beim Segelfliegen immer wieder vorkommt, dass man eine Aussenlandung durchführen muss.
Um 13.00 erfolgte ein problemlos und ruhiger Start. Ich klinkte in ca. 800m Höhe über dem Badesee Wildenau aus und versuchte noch einige Meter höher zu kommen, was am Anfang aber sehr mühsam war. Etwas eingeflogen und dem erfahrenen Victor folgend konnte ich endlich über 1000m aufkurbeln. Ich entschloss mich, den Platz zu überfliegen und mich dann nördlich wieder auf die Suche nach Thermik zu machen. Es gelang nun auf 1200m aufzudrehen. Vom Fieber gepackt gings nun Richtung Obernberg und etwas später Kurs Richtung Andorf. Andorf wurde umrundet
und nun steuerte ich wieder Kirchheim an. Ich traf leider über Lamprechten meine erste Fehlentscheidung und kurbelte nicht mehr bis zur Basis in 1300m GND auf. Einige Minuten später bereute ich es schon und suchte bereits auf meiner Karte Kirchheim, um die Reststrecke zu berechnen. Wie ich nämlich im Nachhinein feststellte, hatte ich nämlich den Logger mit seiner Höhenangabe fehlinterpretiert. Meiner Passagierin teilte ich nun mit, dass es etwas eng werden könnte und sie u.U. eine Außenlandung miterleben müsse. Diese
war sehr gefasst und auch sehr cool - sie setzte einfach Vertrauen inmich.Über St. Martin war nun die Höhe schon etwas dürftig und ich konzentrierte mich zu wenig, das kleinste Steigen mitzunehmen bzw. ordentlich auszukurbeln. Hier dürfte ich im Nachhinein gesehen die zweite Fehlentscheidung getroffen haben. Mehr Konzentration und Nervenstärke hätten vielleicht das nötige Steigen und die erforderliche Höhe fürs Heimkommen gebracht.
Nachdem die Höhe statt mehr zu werden eher weniger wurde, entschloss ich mich in ca. 400m für eine Außenlandung.Das war aber sicherlich eine richtige Entscheidung!
Ich suchte mir in Senftenbach ein Maisfeld aus, das lange und breit genug war. Wie in der Schulung gelernt, teilte ich mir die Landung mit einem langen Gegen- und Queranflug ein.
Im Endanflug merkte ich, dass jedoch dieses Feld doch eine kleine
Macke hatte - es war anfangs abfallend, dann steigend. Aber ich rüttelte nicht mehr an meinem Entschluss und spielte den Landevorgang bereits 200m vor dem Aufsetzen im Kopf durch. Problemlos setze ich sanft im Feld auf wie auf dem Asphalt. Der doch noch nasse Boden verhalf uns, dass wir bereits nach ca. 50m zum Stehen kamen. Der Flurschaden war sehr gering, da ich es (gewollt!) schaffte, zwischen zwei Maisreihen zu landen. Meine Copilotin war so begeistert, dass sie mir gratulierte und die Landung sogar beklatschte.Im Anschluss teilte sie mir mit, dass sie sich in keinem Augenblick des Landeanfluges fürchtete oder nur nasse Hände bekam. Auch ich konnte beruhigt aussteigen und war in keinem dieser Augenblicke nervös.
Ich würde aber lügen, wenn ich sage, dass ich mich im Innersten nicht doch etwas geärgert habe, nicht bis zum Platz zurückgekommen zu sein - das ist halt der Stolz eines Segelfliegers!
Wir wurden sofort besorgt von der Bäuerin (Grundbesitzerin) empfangen. Über Funk die Panne mitgeteilt mobilisierten sich am Flugplatz 3 Helfer, Glas Benny, Schachinger Johannes und ???.
Euch sei ein herzliches Dankeschön gesagt, dass wir unter euer Mithilfe den Twin wieder glücklich nach Hause bringen konnten! Das Anstrengendste war eigentlich das Flugzeug aus dem Feld zu schieben, das noch hangaufwärts und auf nassem Boden!
Durch tatkräftige Unterstützung des Grundbesitzers erfolgte das Abbauen und Einräumen.
Alles in allem war es ein sehr erlebnisreicher Tag, an dem auch meine Copilotin alle Facetten des Segelflugsports kennenlernen durfte und wir alle wieder wohlbehalten zu Hause ankamen!
Hier gehts zu meiner Streckenaufzeichnung in sis.at.
Schöner Bericht, Peter !
AntwortenLöschenNichtsdestotrotz werde ich versuchen, Eurem Club vorerst nicht beizutreten *gg*
SG Thomas