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Hallo liebe Segelflieger vom SFC-RIED. Hier soll etwas hilfreiches für uns entstehen. Eine zwanglose Sammlung von Flugberichten. Jeder der Lust hat, ist eingeladen seine Erfahrungen (postive und auch negative) beim Segelfliegen anderen hier im blog weiterzugeben. Sei es ein 1000er aus LOLK oder ein Absaufer in Bad Ischl. Wir können alle von unseren Erfahrungen lernen und so besser und sicherer fliegen.





Montag, 12. Juli 2010

Mit Tom in der DG1000 als "Ballast" in den Alpen ;-)

Samstags um 08:00 bereits am Platz, Tom hat wieder einen 1000er Versuch mit der 1000er geplant. Diesmal durfte ich mitfliegen, Chris bereitete die ASH vor.
Da die Organisation mit dem ursprünglichen Schlepppiloten leider nicht funktionierte, wurde Christine noch schnell auf der Dimona ausgecheckt und es konnte mit Verspätung losgehen. Nach einem für mich ungewohnt langen Schlepp bis zum Mondsee, klinkte Tom aus und wir glitten erst mal ein schönes Stück ins Gebirge.
Christian, schon einige Kilometer weiter, hielt uns über die Aufwinde am Laufenden. Leider waren diese meistens so gut wie nicht mehr vorhanden wenn wir diese Stellen erreichten, und ich wurde zugegebenermaßen schon etwas nervös, schließlich war dies ja für mich der erste Alpenflug. Erst am Bischling konnte Tom wieder nennenswerte Höhe, von Paragleitern "eskortiert", erkurbeln. Es ging weiter Richtung Süden, um schließlich in Zell am See in eine Art "Rush-Hour" zu geraten. Unzählige Gleitschirme, Drachen und Segelflieger waren hier in der Luft und es hieß Augen offen halten um keinen zu übersehen. Mittlerweile wuchs unsere Höhe langsam in etwas komfortablere Bereiche, und es hatten sich ein Nimbus(BC) und Rudi in der 1000er dazugesellt. Chris hatte nun schon einen ordentlichen Vorsprung, und berichtete uns fortlaufend seine Steigwerte. Die Reise ging weiter über Gerlos, Zillertal, Hintertux, Brenner, Stubaital, Ötztal, Pitztal, Kaunertal bis fast ins obere Inntal. Ich konnte bereits einen Blick ins etwas entfernte Serfaus und Fiss werfen, wohin ich ja bald fahren werde.
Nachdem uns dort dann aber leider bereits eine Wolke anregnete, und das Wetter generell nicht mehr so gut aussah, drehte Tom um, und wir begaben uns wieder nach Osten. In Höhen von über 3000m genoß ich den beeindruckenden Ausblick auf unsere Alpen. Die anfängliche Nervosität war natürlich schon längst verflogen.
Bevor der Entschluss zum Heimflug gefasst wurde, drehte Tom am Faningberg in der Nähe von Mauterndorf nochmal auf 3800m auf um anschließend mit komfortablen 400m+ in Richtung LOLK abzufliegen. Es folgte ein langer, ruhiger Gleitfflug über den Dachstein in die Heimat.
Erst nach der Landung merkte ich, wie kaputt ich eigentlich schon war(ja, auch als "Ballast" können 9h anstrengend sein) und machte mich nach dem obligatorischen Fliegerputzen gleich auf den Heimweg. Als ich dann am Folgetag die vielen (schönen) Eindrücke verarbeitet hatte, beschloss ich, das Hochgebirge noch eine Weile zu meiden und erst im Flachland noch viele Erfahrungen zu sammeln. Gerade zu Beginn hätte ich wohl alleine schon früh die Nerven verloren. Falls es einem unserer Profis alleine bei so einem langen Flug zu langweilig würde, wäre ich natürlich schon gerne wieder mit dabei, vielleicht auch um selber ein bischen zu knüppeln.

Heli

Hier noch ein paar Bildchen:



















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