Willkommen

Hallo liebe Segelflieger vom SFC-RIED. Hier soll etwas hilfreiches für uns entstehen. Eine zwanglose Sammlung von Flugberichten. Jeder der Lust hat, ist eingeladen seine Erfahrungen (postive und auch negative) beim Segelfliegen anderen hier im blog weiterzugeben. Sei es ein 1000er aus LOLK oder ein Absaufer in Bad Ischl. Wir können alle von unseren Erfahrungen lernen und so besser und sicherer fliegen.





Sonntag, 16. Mai 2010

TAL 2010 Tag2

30.04.2010

Nachdem unserer erster Wettbewerbstag super gelaufen ist, sind wir voller Vorfreude nach Zell gefahren. Heute hat uns der Berufsverkehr etwas ausgebremst, aber wir sind überpünktlich am Platz um 8 Uhr angekommen.

Das wichtigste vorweg. Wetter passt schon mal. Sonne, richtige Windrichtung bzw. kein Wind. Da lacht das Fliegerherz.

Nach einem Fliegerfrühstück vom Hofer ab ins morgendliche Briefing.



Startbereitschaft: 11:30 Uhr


Ja, das sollte doch machbar sein, dachte ich mir. Ich bin zwar noch nie so wirklich hier geflogen und übern Haupkamm rüber nach Mauterndorf bin ich auch noch nicht mal im Traum geflogen. Egal, hoch bleiben und Linie fliegen, der Rest wird schon.

Das Wetterbriefing sagte gute bis sehr gute Steigwerte vorraus mit CU Bewölkung bis ca. 3000m und im Süden bis 3700m. Brauchen wir etwa Sauerstoff? Eigentlich hatte ich mich auf einen weiteren Blauthermiktag gefreut (im Ernst!) aber Bummerl sind auch okay :)

Unseren Flieger haben wir ja gestern eingepackt und verzurrt. Das Aufbauen entfiel also heute und so war alles etwas "relaxter".

Ein bisschen plaudern und dann aber gleich den Flieger und sich selber arrangieren. Da die Aufgabe relativ kurz war und wir hoffentlich schnell fliegen würden, sollte es ein Apfel, ein Riegel und ein bisschen Wasser tun. Die Schneehose, die gestern auch schon kurzerhand wieder ausgezogen wurde, entfiel auch heute. Eine Skiunterhose und eine Jeans langen auf dem Racing Task.





Gegen 11 Uhr wurden die Flieger Blockweise Richtung Start gezogen. Die Start und Schlepporganisation war absolut super. Das ging gestern schon wie am Schnürchen und wir machten uns im zweiten fünfer Block startklar. Heute war ich als Steuermann dran und Benni war der Navigator und Berater (mal schauen, wie das heute funktioniert).



Also Start an der PS starken Jodel und ab übern Zeller See Richtung Ausklinkpunkt Schmittenhöhe. Na da ist er wieder der Pulk, viel Plastik in der Luft, aber nicht so viel wie gestern.





Heute hat es sich besser verteilt und da wir östlich von Zell starten würden, sind wir dann gleich Richtung Honigkogel rüber und haben in 2800m-3000m geparkt und schon mal ein bisschen vorgefühlt und Linien richtung Osten probiert. Man hat da oben vor dem Öffnen der Startlinie gefühlt zu viel Zeit. Aber es müssen ja auch erstmal alle Flieger hoch und die gleichen Chancen haben. Da ich mir viele Bummerl aussuchen konnte, entfiel das teils extrem nervige Pulkhinterherfliegen. Den SZD55 von gestern hatten wir zum Glück nicht vor uns. Ich wusste gar nicht, dass man so flach und so "suboptimal;)" kurbeln kann wie der es gestern gemacht hatte.

Startleitung: Startlinie frei! Und ab gehts. Links und rechts und unten Flieger. Alle auf dem Weg zur Startlinie, teils mit ordentlich Speed unterwegs. Ich wollte von Osten Richtung Startlinie und gleich wieder zurück zum Honigkogel und die Berghänge relativ talwärts in einer Linie fliegen. Hoch genug waren wir und die Optik war super. Also wenig Kurbeln, schauen was die anderen machen und ab Richtung erste Wende Rossbrand. Der ist auch ein ziemlicher Thermikgarant und sollte uns wieder hochbringen - so der Plan.

Naja, einen 3m Bart lässt man auch nicht unbedingt stehen und so bin ich am Hochgründeck eingekreisst und habe 700m wieder auf knapp 3000NN gekurbelt. Das war auch nicht so schlecht, da wir dann an der ersten Wende relativ hoch ankamen wo andere sich ganz unten hochkurbeln mussten. So haben 3-4 Kreise gelangt und der Sprung nach Süden über die Tauern sollte ohne Risiko möglich sein. Ein mittelmäßiger Bart zum Sicherfühlen noch mal gekurbelt und dann in einer Linie über die Grate der Nord Süd Ausläufer zum nächsten Bummerl.



Das Teil hat mich schon von weitem angelacht. Perfekt geformt, messerscharfe dunkle Unterseite. Ich wollte unbedingt dieses Bummerl mitnehmen, denn weiter nach Mauterndorf war erstmal nix tolles. Mein Plan: hier steigst Du gleich mindestens mit 3m, dann die Wende nehmen und gleich wieder zurück in das gleiche Bummerl. Plan ging voll auf, der Bart war hammermäßig, MC jetzt auf 2.0 gestellt und zur Wende heizen. Scharf umdrehen aber der Umweg erschien uns dann doch zu gross, also direkter Weg zur nächsten Wende im Nordwesten über alle Gipfel, die e s in einer Linie zum abfliegen gibt. Ich könnte jetzt mit Bergnamen angeben, denn sie stehen bei mir alle im Seeyou aber das erspar ich Euch jetzt. Die Linie funktionierte ganz klasse und die Gleitzahl stieg auf 63. Seit einer Weile fliegt seitlich der Michi in seiner LS8 nebenher und wählt aber ein schönes Bummerl ein wenig östlich vom Kurs. Der Winkel der Kursabweichung schien uns bzw. Benni zu gross und so gings weiter nach Zell. Ein bisschen schattig wurds aber dann doch im Gasteiner Tal und ein mikriger Bart irgendwo aus einem kleinen Sonnenfleck kommend, brachte uns nicht wirklich hoch. 5 Minuten aber eine gefühlte Ewigkeit entschieden wir uns dann auf Anraten von Benni das Tal auf die Nordseite bzw. dessen Südhänge zu nehmen. Dies sah deutlich sonniger aus und gesagt getan. Ich versuchte optimal steigen mitzunehmen und ein paar Kondensen auf dem Weg mitzunehmen. Benni hat von hinten angesagt und ich bin geflo gen. Unter Grat am Hundstein angekommen ein wenig aufgekurbelt und dann direkt an den Hundstein gewechselt. Halt stopp, da sind ja lauter Flieger. Manchmal sieht man sie wirklich erschreckend spät. Mindestens 4 Flugzeuge waren in dem Bart und kreisten relativ behebig herum. Wir waren aber auf einem Racingtask und hatten schon die Ankunftshöhe um den letzten Wendepunkt herumgerechnet mit MC2.5 im Blick. Noch ca. 50km zu fliegen und kurbeln wollten wir nicht mehr. Erstens weil wir hier noch das beste Steigen erwartet haben und zweitens weil der Hang bzw. Pinzgauer Spaziergang auch im Geradeausflug funktionieren sollte. Steil den Bart mit 2m integriert gekurbelt. Wie hoch steigen wir wurde diskutiert. Noch 2 Kreise noch ein Kreis, Höhe reicht und los gings mit Vollgas na sagen wir mal Halbvollgas den Pinzgauer Spaziergang entlang. Oh mann, das bringt Spass. Gurte extra fest gezurrt und auf Flieger und Stromleitungen aufpassend die DG1000 mal rennen lassen. Da könnt man sich dran gewöhnen, zumal auch die Landschaft wirklich super schön ist. Man sieht in der Höhe und relativ dicht am Hang ja auch viel mehr Details :)

Die Linie funktioniert super und so fragte Benni mich dann, wieso ich so langsam fliege... hehe.
Wende scharf genommen und wieder an den Hang, aber ein ganzes Stockwerk tiefer. Die Endanflughöhe auf Zell am See passte ganz gut (400m+) und so gings gerade aus im direkten weg auf den Zielkreis mit 170kmh am Hang und dann direkt auf den Abkreisbereich von Zell.
Wir sind wieder da und gefühlt gings uns auch nicht so schlecht. Task mit allen Wegpunkten abgeflogen. Sicher aber immer sportlich und schnell geflogen. Ich war selber überrascht, wie schnell man seinen Schnitt erhöhen kann, wenn man immer konsequent vorfliegt und nur gutes Steigen mitnimmt. Auf dem relativ kurzen Task aber auch leichter als auf einem Sonntagsstreckenflug.

Aber halt, landen muss ich ja auch noch. Der Flug ist erst vorbei wenn das Flugzeug aus der Bahn gerollt bzw. gezogen wurde, ist uns von Rudi, dem Wettbewerbsleiter, gesagt worden. Da hat er mal wirklich Recht, denn wenn 26 Flugzeuge nacheinander und teilweise sehr dicht nacheinander landen, muss man diszipliniert sein.


Wettbewerbsleiter Rudi

Fahrwerk raus, Meldung zur Landung,
Queranflug und Endanflug über den Golfplatz und die DG1000 setzt auf der Grasspiste auf und rollt ganz nach hinten, um Platz für die nächsten zu lassen.

Apropos die Nächsten. So viele waren auch heute nicht vor uns. Fein fein, mal sehen was dabei rausgekommen ist.

2. Wertungstag, 30.04.2010 - Endgültige

"passt scho", sagt man in Niederbayern.


Fliegerisch habe ich mich langsam an die DG1000 gewöhnt. Ich, als bekennender LS4 Fan hatte da schon meine Probleme. Man muss bei der DG1000 wirklich nach Gefühl einkreisen, weil das Zander so stark verzögert reagiert. Mal schauen, was man da noch einstellen kann.

Der Tag wurde dann mit Briefing, Vortrag übers Teamflug (gähn) Essen, Trinken und viel viel Spass ausgeklungen. Es war wirklich lustig.


1 Kommentar:

  1. des heat se jo gmiatlicher wia a nachmittags schlaf an!!! ;-) cooler flug jungs!!

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